Wenn Sie im Vereinigten Königreich ein Haus planen oder bauen, geht es bei der Wahl des richtigen Heizsystems längst nicht mehr nur um Komfort – sondern auch um Vorschriften, Effizienz und Zukunftssicherheit.
Zwei wichtige Regelwerke prägen die Zukunft des Heizens:
- Teil L der Bauvorschriften
- Future Homes Standard
Eine häufig gestellte Frage lautet:
„Kann eine Infrarotheizung diese Anforderungen erfüllen?“
Die Antwort:
Ja – eine Infrarotheizung kann die Anforderungen von Teil L und des Future Homes Standard erfüllen, wenn sie richtig ausgelegt ist.
Was sind die Bauvorschriften nach Part L?
Die Bauvorschriften gemäß Teil L konzentrieren sich auf:
- Die Reduzierung der CO₂-Emissionen
- Die Verbesserung der Energieeffizienz
- Den geringeren Gesamtenergieverbrauch von Gebäuden sicherzustellen
Sie schreiben kein bestimmtes Heizsystem vor.
Die Einhaltung wird stattdessen anhand des SAP (Standard Assessment Procedure) bewertet.
Ist Infrarotheizung Teil-L-konform?
Kurz gesagt:
Infrarotheizungen erfüllen die Vorschriften nicht automatisch – können dies aber durchaus.
Die Einhaltung hängt ab von:
- Dämmstandard
- Luftdichtheit
- Heizungssteuerung (Zoneneinteilung)
- Gesamt-SAP-Wert
- Nutzung erneuerbarer Energien
Eine späte Entscheidung für ein Heizsystem kann zu Umplanungen, Ineffizienz und unnötigen Kosten führen.
Warum Infrarotheizungen oft missverstanden werden
Infrarotheizung ist ein direktes elektrisches Heizsystem, das:
- Oberflächen und Menschen erwärmt (nicht die Luft)
- Schnell reagiert
- Eine raumweise Steuerung ermöglicht
SAP-Modelle jedoch oft:
- Elektrische Heizungen schlechter bewerten
- Wärmepumpen bevorzugen
Das bedeutet, dass die Planung entscheidend ist.
Wie Infrarotheizungen die Anforderungen von Part L erfüllen können
-
Um die Anforderungen zu erfüllen, muss die Infrarotheizung Teil eines gut durchdachten Gebäudesystems sein:
-
Hochleistungsdämmung
Senkt den Wärmebedarf und verbessert die Effizienz
-
Intelligente Zonensteuerung & Regelung
Unabhängige Thermostate pro Raum (eine Anforderung gemäß Part L)
-
Design mit geringem Energiebedarf
Luftdichte Bauweise + korrekte Dimensionierung des Systems
-
Integration erneuerbarer Energien (empfohlen)
Photovoltaik und Batteriespeicher verbessern die SAP-Leistung
Infrarotheizungen & der Future Homes Standard
Der Future Homes Standard markiert die nächste Entwicklungsstufe des britischen Wohnungsbaus und schreibt Folgendes vor:
Heizsysteme mit niedrigen CO₂-Emissionen
Hohe Dämmstandards und Luftdichtheit
Keine Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen
Intelligente und effiziente Energienutzung
Voraussichtlich ab etwa 2028 verpflichtend, prägt er jedoch schon heute die Planung.
Was der Future Homes Standard für die Heizung bedeutet
Infrarot ist ideal, wenn:
- Der Platz ist begrenzt
- Einfachheit ist wichtig
- Eine dezentrale Heizung wird bevorzugt
Häufige Fehler, die Sie vermeiden sollten
- Schlechte Isolierung
- Keine Zoneneinteilung
- Falsche Dimensionierung
- Missachtung der SAP-Berechnungen
Diese führen zum Ausfall – unabhängig vom System.
Wichtige Erkenntnis
Der Future Homes Standard sagt NICHT:
❌„Installieren Sie eine Wärmepumpe“
Er sagt:
„Bauen Sie ein kohlenstoffarmes, energieeffizientes Zuhause“
Infrarotheizungen sind nicht einfach nur ein Produkt – sie sind Teil einer modernen, auf Strom ausgerichteten Heizstrategie.
✔ Unterstützt die Einhaltung von Teil L
✔ Entspricht dem Future Homes Standard
✔ Eignet sich für reale Wohnsituationen in Großbritannien
✔ Bietet eine flexible, raumweise Steuerung
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Häufig gestellte Fragen zum Future Homes Standard
Ja. Teil L schreibt keine bestimmte Systemart vor — die Einhaltung hängt von der Gesamtleistung des Gebäudes ab.
Ja, wenn sie in gut geplanten, energiearmen Häusern mit intelligenter Steuerung und effizienter Bauweise eingesetzt werden.
Das ist möglich, insbesondere in Kombination mit Dämmung und erneuerbaren Energien.
Ja – insbesondere für luftdichte, rein elektrifizierte Häuser.
Kommt auf das Projekt an. Infrarot bietet Einfachheit und Flexibilität; Wärmepumpen bieten bessere SAP-Werte.
Ja. Infrarotheizung ist vollständig elektrisch und lässt sich daher nahtlos mit Photovoltaik- und Batteriespeichersystemen kombinieren. So können Hausbesitzer den Eigenverbrauch erneuerbarer Energien steigern und ihre Abhängigkeit vom Stromnetz verringern.
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